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Ilseder Nachrichten 28.10.21

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Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Ilsede

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– Anzeige – Helios Klinikum Hildesheim Wir machen uns für Ihre Gesundheit stark! www.helios-gesundheit.de/hildesheim www.helios-gesundheit.de/hildesheim Helios impft Hildesheim — Neues Impfzentrum am Klinikum wird gut angenommen / Ab sofort auch Booster-Impfungen möglich Am 12. Oktober ist das neue Impfzentrum am Helios Klinikum Hildesheim an den Start gegangen. Im Parkhaus vor dem Haupteingang der Klinik können sich Bürgerinnen und Bürger seitdem nach vorheriger Anmeldung mit dem Wirkstoff ihrer Wahl impfen lassen. Die Termine der ersten Woche waren schnell ausgebucht, 40 Personen wurden mit Erst- und Zweitimpfungen versorgt. Das neue Angebot ist direkt an das bestehende Testzentrum von Helios angeschlossen und kann zu Fuß oder per Drive- In im Auto in Anspruch genommen werden. „Wir haben bei den großen Drive-In-Impftagen im Frühjahr auf unserem Klinikgelände gezeigt, dass dieses Modell super funktioniert und gut umsetzbar ist. Rund 5.000 Menschen haben wir damals an nur zwei Wochenenden geimpft. Dass die Impfungen eine Erfolgsstory sind, zeigt die heute niedrige Hospitalisierungsrate. Es ist uns deshalb ein Anliegen, das Thema weiter voranzutreiben, weiter Aufklärung zu betreiben und das Impfangebot einfach und unkompliziert aufrechtzuerhalten“, erklärt Klinikgeschäftsführer Sascha Kucera seine Motivation, ein eigenes Impfzentrum einzurichten, nachdem die staatlichen Einrichtungen geschlossen wurden. Bürgerinnen und Bürger Das neue Impfzentrum ist direkt an das Testzentrum im Parkhaus angeschlossen. können online den gewünschten Impfstoff Impfstoff ist ein Tag in der Woche geplant, um auswählen, angeben, ob es sich um Erst- oder so wenig Impfdosen wie möglich verwerfen zu Zweitimpfung handelt und dann einen passenden Termin wählen. Angeboten werden die das Klinikum jetzt deutlich mehr Impfstoff be- müssen. Aufgrund der großen Nachfrage hat Impfstoffe von Biontech/Pfizer, AstraZeneca, stellt, um alle Impfwilligen bedienen zu können. Moderna sowie Johnson & Johnson. Verabreicht werden Erst- und Zweitimpfungen für Personen ab 12 Jahren. Wobei für die Impfung von genannte Booster-Impfungen – angeboten, Ab sofort werden auch Auffrischungen – so- Minderjährigen nur die Stoffe von Biontech/ erzählt der Leiter des Impfzentrums, Bastian Overheu: „Die Ständige Pfizer und Moderna zugelassen sind. Für jeden Impfkommission (STIKO) empfiehlt die 3. Impfung mittlerweile für Personen über 70 Jahre, Bewohner von Pflegeheimen, Pflegepersonal mit direktem Patientenkontakt sowie Menschen mit einer Immunschwäche. Die Auffrischung soll auf jeden Fall mit einem mRNA-Impfstoff und frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen. Bei einer Erstimpfung mit Johnson & Johnson ist die Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff ab vier Wochen nach der Impfung empfohlen, um auch hier einen Schutz vor der ansteckenderen Delta- Variante zu gewährleisten.“ Grundsätzlich wird empfohlen, sich vorab ausführlich durch den Hausarzt beraten zu lassen. Selbstverständlich werden die Impfungen bei Helios unter absolut hygienischen Bedingungen, nach ärztlicher Aufklärung und durch eine geschulte medizinische Fachkraft durchgeführt. Wer einen Termin gebucht hat, kommt zu Fuß oder im Auto in das Parkhaus vor der Klinik und meldet sich regulär beim Check-In des Testzentrums an. Termine können online unter www.terminland.eu/heliosimpft gebucht werden. Hildesheimer Studie untersucht Wirksamkeit der Impfungen — Deutschlandweit größte Studie dieser Art kommt aus dem Klinikum Skepsis gegenüber den neu entwickelten und rasch zugelassenen Impfstoffen sorgte seit Anbeginn der Impfkampagne in Teilen der Gesellschaft für Unsicherheiten oder gar Ablehnung einer COVID-19-Impfung. Um die tatsächliche Wirksamkeit der Impfungen zu erfassen, hat das Helios Klinikum Hildesheim bereits zu Jahresbeginn eine Studie innerhalb seiner Belegschaft gestartet. Unter dem Titel „Helios Hildesheim COVID-19 Vaccination Study“ (HelCO-Vac) wurden von Januar bis Juni systematisch die Impfreaktionen nach Erst- und Zweitimpfung erfasst und zusätzlich die nach der Impfung gebildeten schützenden Antikörper im Blut zu verschiedenen Zeitpunkten gemessen. Die erhobenen Daten lassen nun erste Aussagen zu. „Unserer Ansicht nach lassen sich Unsicherheiten am besten durch eine offene Diskussionskultur und wissenschaftliche Daten beseitigen. Daher haben wir diese Studie ins Leben gerufen“, erklärt Dr. Michael Dedroogh, Studienleiter und Oberarzt der Kardiologie am Helios Klinikum Hildesheim. Über 90 Prozent aller geimpften Mitarbeiter:innen der Klinik nehmen an der Studie teil. „Das sind mehr als 1.200 Menschen. Wir erheben hier also repräsentative Daten mit gleich vier verschiedenen Impfstoff-Kombinationen. Eine solche Studie gibt es in Deutschland in dieser Größenordnung bisher nicht.“ Kreuz-Impfung und zeitlicher Abstand versprechen Erfolg Um aussagekräftige Daten zu erhalten haben die Teilnehmer:innen nach jeder Impfung einen Fragebogen zu Impfreaktionen ausgefüllt. Die nach der Impfung gebildeten schützenden Antikörper wurden anschließend mehrfach zu verschiedenen Zeitpunkten im Blut gemessen. Nicht weniger als 7.200 Blutproben werden so bis zum Jahresende im klinikeigenen Labor Studienleiter Dr. Michael Dedroogh analysiert worden sein. So zeigt sich, dass die Höhe der schützenden Antikörper vier Wochen nach der Zweitimpfung in den verschiedenen Impfstoff-Gruppen sehr variiert. Die Chance auf einen hohen Antikörper-Spiegel war am größten nach einer Kreuz-Impfung mit AstraZeneca und BioNTech, am niedrigsten unter einer doppelten Impfung mit AstraZeneca. Der zeitliche Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung mit BioNTech war ebenfalls von Relevanz. So war ein Intervall von sechs Wochen einem Impfabstand von nur drei Wochen klar überlegen. Impf-Reaktionen traten bei etwa der Hälfte aller Geimpften auf, typischerweise waren diese bei AstraZeneca-Geimpften häufiger nach der Erstimpfung, bei BioNTech-Geimpften nach der zweiten Impfung. Lokale Reaktionen am Ort des Einstichs waren am häufigsten. Die häufigsten nicht-lokalen Reaktionen waren Müdigkeit bzw. Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Schwerwiegende Reaktionen, die im Krankenhaus hätten behandelt werden müssen, traten nicht auf. „Die gute Nachricht ist,“ so Dedroogh, „Impfreaktionen sind nicht per se schlecht! So verdoppelte sich die Wahrscheinlichkeit auf einen sehr hohen Antikörper-Spiegel fast, wenn Reaktionen, gleich welcher Art, nach der zweiten Impfung auftraten.“

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