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Broschüre der Gemeinde Holle 2019

Laves-Kulturpfad

Laves-Kulturpfad Sehenswürdigkeiten Familienpark Sottrum Schloss Derneburg Burg Wohldenberg Das Schloss Derneburg war von 1213 bis 1803 ein Kloster mit einer langen und wechselvollen Geschichte, die mit der Säkularisation durch das Königreichs Preußen beendet wurde. Graf Ernst zu Münster bekam die Anlage 1814 auf dem Wiener Kongress von dem englischen König geschenkt und baute das Kloster zu einem repräsentativen Schloss mit einem englischen Landschaftspark um. 1975 kaufte es der Künstler Georg Baselitz, der hier bis 2006 lebte und arbeitete. Anschließend übernahm der amerikanische Kunstsammler Andrew Hall das Schloss und die Domäne und stellt hier seine umfangreiche Kunstsammlung in wechselnden Ausstellungen aus. Führungen durch die Ausstellungen können unter www.hallartfoundation.org gebucht werden. Rundwanderweg „Laves-Kulturpfad“ Rund um das Schloss Derneburg ist der kulturhistorische Rundwanderweg „Laves-Kulturpfad“ entstanden, auf dem neben verwunschener Natur so interessante Bauten wie ein Pyramidenmausoleum und ein griechischer Tempel zu besichtigen sind. Das ehemalige Kloster Derneburg wurde in Folge der Anbindung des Fürstentums Hildesheim an das neue Königreich Hannover 1814 dem Grafen Ernst zu Münster vom englischen König geschenkt. Der Graf gestaltete zusammen mit seinem Baumeister G.L.F. Laves rund um das Schloss einen englischen Landschaftsgarten, dessen reizvolle Reste heute viele Besucher nach Derneburg ziehen. In dem ehemaligen Gewächshaus der Schlossgärtnerei ist ein Ausflugscafé und ein Kulturzentrum untergebracht. Führungen über den Laves-Kulturpfad können unter 05062/9084-84 gebucht werden. Der Wohldenberg ist eine alte Burgruine aus dem Mittelalter mit einem hohen quadratischen Burgturm, von dem man eine herrliche Aussicht über die Gemeinde Holle hat. Von der ehemaligen Anlage sind die Hubertuskirche, das alte Pforthaus mit zwei Flankentürmen und Reste der Umfassungsmauer noch vorhanden. Während des 30-jährigen Krieges wurde der Wohldenberg zerstört, so dass nur das Amtshaus weiter bewohnt blieb. Die Burg verfiel von diesem Zeitpunkt mehr und mehr und wurde nie wieder aufgebaut. 1920 erwarb der Caritasverband der Diözese Hildesheim das alte Amtshaus und heute beherbergt das „Haus Wohldenberg“ eine Jugendbildungsstätte der katholischen Kirche. Familienpark Sottrum Der Familienpark Sottrum ist ein Natur belassener Park mit einem großen Angebot für Kinder, Eltern mit Kindern, Großeltern mit Enkeln und Kindergärten. Hier wird Natur hautnah vermittelt und Wissen spielend vermittelt. Unzählige Erlebnisse warten auf die Besucher: Edelsteine suchen, Gold waschen, Tierspuren entschlüsseln, auf dem Kinderbauernhof mit Tieren schmusen oder sich auf dem Urzeitweg in die Vorzeit zurückversetzen. Im Reich der Sinne warten ganz neue Erfahrungen und im Giftgarten gibt es gefährliche Pflanzen zu sehen. Der Park mit seinen über 100 Stationen ist ein kleines Paradies. Nach einem Besuch im Familienpark Sottrum gehen die Besucher nicht gestresst, sondern erschöpft, zufrieden, glücklich und bereichert nach Hause. Der Familienpark Sottrum ist vom April bis Oktober täglich geöffnet. Familienpark Sottrum: Ziegeleistr. 28, 31188 Holle, Tel.: 05062/8860 Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr, www.familienpark-sottrum.de 28 I SEHENSWÜRDIGKEITEN HOLLE – Die Gemeinde der Schlösser und Burgen

Das Glashaus Renaissanceschloss Henneckenrode Annenkirche Luttrum Barockschloss Söder Die alte Kapelle in Luttrum aus dem 12. Jahrhundert wurde 1692 durch einen Neubau im Fachwerkstil ersetzt, mit dem sich die Kirche äußerlich ganz den umliegenden Reihenhöfen anpasste und noch heute eine schöne Einheit bildet. Der von 1975 bis 2006 in Derneburg lebende Künstler Georg Baselitz versuchte in der Annenkirche eine neue Synthese von Kunst und Kirche. Sein modernes Werk des gekreuzigten Christus stieß aber bei der Bevölkerung auf ein geteiltes Echo, so dass das Bild nach einer langen Diskussion wieder aus der Kirche entfernt worden ist. Andreaskirche Sottrum Als die Preußen 1803 das Derneburger Kloster auflösten, sorgte der spätere Besitzer Graf Ernst zu Münster dafür, dass Sottrum 1817 eine neue Kirche im Ort erhielt. Diese im klassizistischen Stil erbaute Kirche wird oft fälschlicherweise dem hannoverschen Baumeister Laves zugeschrieben, der jedoch erst viel später für den Grafen Münster in Derneburg tätig war. Vor der im Volksmund wegen ihrer Form als „Kaffeemühle“ bezeichneten Kirche stehen vier große barocke Heiligenbilder aus Stein, die noch von der Derneburger Klosterkirche stammen. Kulturzentrum und Ausflugscafé „Das Glashaus“ Das Glashaus ist das Kultur- und Veranstaltungszentrum der Gemeinde Holle im ehemaligen Gewächshaus der Schlossgärtnerei Derneburg. Anlässlich des 200. Geburtstag seines Architekten Laves wurde das Glashaus 1988 vollständig restauriert und seitdem finden dort Ausstellungen, Konzerte, Theaterveranstaltungen, Lesungen und die verschiedensten Festivals statt. Das Glashaus: Gemeinde Holle Martin Ganzkow, Schloßstr. 16, 31188 Holle Tel.: 05062/9084-84, Fax: 05062/9084-29, www.derneburg.de Das von Wasseranlagen umgebene Barockschloss des Domherren Moritz von Brabeck war im 18. Jahrhundert aufgrund seiner umfangreichen Kunstsammlung in ganz Deutschland berühmt. Als Kunstliebhaber stellte Moritz von Brabeck eine außergewöhnliche Gemäldegalerie in Söder zusammen, die Werke von Holbein, Kranach, Raffael, Dürer, Leonardo da Vinci, Rubens, Tizian, Rembrandt, Breughel Künstlern enthielt. 1791 verschönerte Moritz von Brabeck das Schloss mit den beiden Pavillons, der Brücke und dem Tor, fasste das Gewässer auf der Nordseite durch Sandsteinbauten ein und begründete den Park. Bekannt wurde das Schloss Söder auch als Kulisse für den Film „Du mein stilles Tal“ mit Curd Jürgens und Winnie Markus in den 50er Jahren. Renaissanceschloss Henneckenrode Hinter der rundbogigen Toreinfahrt liegt das Schloss Henneckenrode, das 1579/80 im Stil der Weserrenaissance von Heinrich von Saldern erbaut wurde. Besonders sehenswert sind die Kirche St. Joseph mit dem spätgotischen dreiteiligen Flügelaltar und der neu entstandene Renaissancegarten vor dem Schlossteich. Der Landrendmeister Friedrich Blum erwarb 1820 das Schloss und vermachte seinen Besitz der Kirche für die Einrichtung eines Waisenhauses für Kinder aus dem Stift Hildesheim. Heute wird der Grundbesitz der Blum‘schen Waisenhausstiftung vom Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim verwaltet und verpachtet. Die an der Nette etwas abseits gelegene Mühle diente zeitweise auch für die Stromerzeugung des Waisenhauses. HOLLE – Die Gemeinde der Schlösser und Burgen SEHENSWÜRDIGKEITEN I 29

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