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Broschüre der Gemeinde Holle 2019

Ortschaften Derneburg

Ortschaften Derneburg ORTSRAT DERNEBURG Ortsbürgermeisterin Dunja Schroweg (SPD) 0157/36482106 Kai Winter (SPD) Astenbeck 69 05062/964231 Anne Werscheck (SPD) der Gemeinde Holle geprägt. Nicht weit von der Autobahnabfahrt Derneburg/Salzgitter befindet sich an einem kleinen See ein schön gelegener Campingplatz, der auch von Dauercampern genutzt wird. Auffälligstes und schon von weitem sichtbares Zeichen Derneburgs ist das Schloss mit seinem quadratischen Turm und dem ungewöhnlichen Pagodendach. Dieser Ort hat über Jahrhunderte die Geschicke der Menschen fast aller umliegenden Ortschaften beeinflusst. Derneburg war vom 12. bis ins 20. Jahrhundert hinein ein Zentrum der Macht, die im Mittelalter natürlich in den Händen der Kirche lag. Grasdorf stv. Ortsbürgermeister Falk-Olaf Hoppe (CDU) Bergstraße 12 0177/7654110 Antje Winter (CDU) Am Hagen 30C 05062/2791 ORTSRAT GRASDORF Ortsbürgermeister Achim Bangel (SPD) Speckicht 3 05062/2290 Doris Bremermann (SPD) Hildesheimer Str. 35 05062/1310 WAPPEN Die Geschichte Derneburgs wurde über Jahrhunderte durch das Kloster Derneburg bestimmt, das 1213 von Augustinerinnen aus Holle gegründet und nach einer sehr wechselvollen Geschichte 1803 von den Preußen aufgelöst wurde. Das gekrönte „D“ des Derneburger Wappens ist dem Wappen des Abtes Gottfried Arnu entnommen, unter dessen Leitung die Mönche des Zisterzienserordens das Derneburger Kloster im 18. Jahrhundert wesentlich umgestalteten. Von 1735 bis 1741 erbauten die Zisterzienser eine barocke Klosterkirche, die in ihrer Größe und Schönheit lange das äußere Bild Derneburgs bestimmte. GESCHICHTE Obwohl sich Derneburg und Astenbeck dem Besucher heute als zwei räumlich voneinander getrennte Orte präsentieren, gehören sie doch zu der einen Ortschaft Derneburg. Die Zusammengehörigkeit beider Dörfer reicht lange zurück: Über 600 Jahre bildeten Derneburg und Astenbeck einen gemeinsamen Gutsbezirk, der 1928 in eine Landgemeinde umgewandelt wurde. Astenbeck gehört zu den ältesten Siedlungen in Niedersachsen, erste urkundliche Erwähnungen stammen aus den Jahren 826 bis 853. Bis in das 13. Jahrhundert bot sich ein zur heutigen Zeit völlig konträres Bild: Astenbeck war ein Dorf, das um 1300 ca. 1000 Morgen Land umfasste, Derneburg bestand bis dahin nur aus einem Herrenhof, der dem Grafen Hermann von Winzenburg gehörte. Stefan Hoffmeister (SPD) Hildesheimer Str. 29 05062/2826 Michael Grassmüller (SPD) Hildesheimer Str. 49 05062/964039 Heinrich Hartmann (CDU) stv. Ortsbürgermeister Christoph Meinhardt (CDU) Michael Riesepatt (CDU) Klint 6 Hans-Adolf Knopp (SPD) (Beratendes Mitglied) WAPPEN Klint 29 05062/2475 Am Thieberg 8 05062/1219 Die Glocke des Grasdorfer Wappens befand sich in der heutigen evangelischen Kirche in Grasdorf, die schon 1179 als Kapelle im Bereich Lamspringe erwähnt wird. Die romanische Glocke von 1.04 m unterem Durchmesser zeigt die sechs Öhre der Krone als Bandverzierungen. Das Wappen erinnert auch an eine weitere Glocke von 63 cm unterem Durchmesser aus dem 13. Jahrhundert, die sich heute im Roemermuseum in Hildesheim befindet. Der Turnierkragen oberhalb der Glocke ist dem Wohldenberger Wappen entnommen und macht auf die Zeit von 1523 bis 1643 aufmerksam, in der Grasdorf und das Amt Wohldenberg nach der Stiftsfehde gemeinsam dem braunschweigischen Herzog angehörten. Heute befindet sich in Derneburg die große Siedlung, die in mehreren Abschnitten zwischen 1960 und 1973 aufgebaut wurde. Ohne dörfliche Struktur besteht die nahe am Wald gelegene Ortschaft fast nur aus Einfamilienhäusern, deren Bewohner auswärts arbeiten. Astenbeck wird durch einige Wohnhäuser und vor allem durch die 1818 errichtete Kornbrennerei und die Gutschenke des Fürsten zu Münster 22 I ORTSCHAFTEN HOLLE – Die Gemeinde der Schlösser und Burgen

GESCHICHTE Die Ortschaft Grasdorf besitzt nicht nur innerhalb der Gemeinde Holle, sondern auch im ganzen Landkreis Hildesheim eine Sonderstellung. Seit 1969 hat das Dorf 5 Mal den ersten Preis beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gewonnen. 1977 gab es sogar einen dritten Platz bei dem gleichnamigen Bundeswettbewerb. Ergebnis eines behutsamen und umsichtigen Aufbaus nach 1945, der das rein landwirtschaftlich geprägte Dorf in einen modernen Wohnort verwandelte. Grasdorf liegt an der Innerste am Rande großer Wälder gleich neben der B 6 und der Autobahn Hildesheim/Seesen. Die günstige Verkehrslage hat dazu geführt, dass sich in Grasdorf viele Pendler niedergelassen haben. Das Ortsbild wird aber auch von landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. Am östlichen Ortsrand befindet sich außerhalb der Wohngebiete ein Gewerbegebiet, dessen Erweiterung zurzeit geplant wird. Zahlreiche Ausgrabungsfunde am Grasdorfer Oheberg belegen bereits Lager- und Jagdplätze aus der Steinzeit. Andere Funde lassen hier Ansiedlungen sowie Grenz- und Wallanlagen aus der Zeit der Franken vermuten. Die erste urkundliche Erwähnung mit dem damaligen Namen Gravesthorp stammt von 1131. Nach und nach entwickelte sich das Kloster Derneburg im 12. Jahrhundert zum größten Grundbesitzer in Grasdorf. In den Folgejahren hatte Grasdorf unter diesem Einfluss aufgrund der Religionskriege ganz besonders zu leiden. Nach der Stiftsfehde und der Reformation wurde der Ort oft von durchreisenden Kriegsscharen heimgesucht. Nach den Um- und Neubauphasen nach dem Zweiten Weltkrieg präsentiert sich Grasdorf heute als die drittgrößte Ortschaft der Gemeinde Holle mit einem in sich geschlossenen, harmonischen Ortsbild. Zahlreiche Verschönerungen, wie der an einer unter Naturschutz stehenden Linde gelegene restaurierte Dorfbrunnen, bestimmen die Ortschaft. Am Fuße des Ohebergs befinden sich das Wochenendhausgebiet „Mastbruch“ und ein wunderschön gelegener Campingplatz an der alten Bergmühle, die 1934 stillgelegt worden ist. Auch die alte steinerne Zwei-Bogenbrücke mit dem dahinter liegenden Wehr und der Laves-Fußgängerbrücke auf dem Weg nach Holle sind eine Sehenswürdigkeit. Hackenstedt ORTSRAT HACKENSTEDT Ortsbürgermeister Felix Sukop (SPD) Stephan Freiberg (SPD) Dr. Tanja Pietrzak (SPD) stv. Ortsbürgermeister Andreas Lindenberg (CDU) Königsberger Str. 16 05062/9658082 Glockenweg 10 05062/8484 Alexander Burgdorf (CDU) Rotdornstr. 33 05062/963311 WAPPEN Ebenso wie bei dem Derneburger Wappen ist der Abt Gottfried von Arnu des Derneburger Klosters mit dem Hackenstedter Wappen in Verbindung zu bringen. Unter seiner Leitung wurde 1727 an Stelle der baufälligen Fachwerkscheune an der Südseite des Dorfes eine Zehntscheune aus Bruchsteinen gebaut, in die die Hackenstedter ihren Korn-, Brach- und Fleischzehnten abliefern mussten, und die heute das Hackenstedter Wappen schmückt. GESCHICHTE Die Bedeutung des Namens Hackenstedt passt auch heute noch auf die Lage des Ortes: Hau oder Hav bezeichnet eine Stelle, wo der Wald ausgehauen ist. Auch heute liegt das abseits gelegene Dorf mit seiner Feldmark noch rings vom Wald eingeschlossen, so dass man nur von Söder aus einen Überblick über seine schöne Lage gewinnen kann. Am südlichen Dorfrand begrüßt den Besucher das Wahrzeichen von Hackenstedt, die alte aus Bruchsteinen erbaute Zehntscheune. Dieses Baudenkmal weist auch gleich auf den Einfluss des Klosters Derneburg, das sich zwischen 1229 und 1481 den Hauptanteil der Hackenstedter Güter einverleibte. Zuvor gehörte der Grundbesitz zum Teil den Wohldenberger Grafen, zum Teil der Familie von Steinberg und der Familie von Berkefeld. Seit 1730 ist die Pfarrstelle mit Sottrum kombiniert. Aufgrund der Vergrößerung der Gemeinde wurde die Kirche 1731 im barocken Stil neu erbaut. Nur der massive Turm mit seinen kleinen Lichtschlitzen stammt noch aus älterer Zeit. Der Bau von Neubausiedlungen begann 1953. In den 70er Jahren erschloss der Landwirt Wilhelm Siebke eigenhändig eine große Siedlung, die er später an die Gemeinde verkaufte. Der 1877 gegründete Männergesangverein und das Bläsercorps Hackenstedt von 1967 haben durch zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen Hackenstedt auch über Holles Grenzen hinaus bekannt gemacht. HOLLE – Die Gemeinde der Schlösser und Burgen ORTSCHAFTEN I 23

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