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Informationsbroschüre Gemeinde Schellerten 2020

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Leben in der Gemeinde Schellerten

Unsere Heimatpflege In

Unsere Heimatpflege In der Gemeinde Schellerten sind in einzelnen Ortschaften Heimatpflegerinnen und Heimatpfleger tätig. Zu den Aufgaben gehören unter anderem das Sammeln, Erhalten und Archivieren von Schriftgut, das die Geschichte der Dörfer beinhaltet. Ferner sind sie für die Ausrichtung von regionalen Ausstellungen und Dokumentationen im Rathaus zu Schellerten zuständig. Überregionale Beachtung fanden in den vergangenen Jahren unter anderem die Ausstellungen „Am Anfang war es Ton“, „Heidenkerkhoff – Urnengräber im Vorholz“ und „Das Gold der Börde – Zuckerrübenindustrie in der Gemeinde Schellerten“ sowie die erschienenen Bücher „Unbekanntes Entdecken – Kirchen in der Gemeinde Schellerten“ und „Wind- und Wassermühlen in der Gemeinde Schellerten – Mühlengeschichte aus zehn Jahrhunderten“. Heimatvereine und Heimatpflegerinnen und Heimatpfleger betreuen zudem die Heimatstuben in Dinklar und Wendhausen sowie das Heimatmuseum in Ahstedt. Eine weitere Aufgabe ist die Kontaktpflege zu Schulen und zu überregionalen Institutionen und Verwaltungen, die für die Darstellung der Geschichte der Dörfer, die Denkmalpflege und den Schutz der Landschaft von Bedeutung sind. In Ortschaften, für die keine Heimatpfleger bestellt sind, fungieren die Ortsbürgermeister bzw. Ortsvorsteher als Ansprechpartner. Die Heimatstube – Heimatverein Garmissen-Ahstedt-Garbolzum e. V. Im Frühjahr 1993 gründeten vierzehn Bürger der Orte Ahstedt, Garmissen und Garbolzum den Heimatverein Garmissen-Ahstedt-Garbolzum. Der Vorstand veranstaltete Wanderungen, Kaffeenachmittage, Museumsbesichtigungen und Weihnachtsfeiern und die Mitgliederzahl wuchs ständig. Immer wieder wurden dem Heimatverein Geräte und Maschinen aus aufgelösten Bauernhöfen und Handwerksbetrieben übergeben, die an unterschiedlichen Stellen eingelagert wurden. Im Frühjahr 2012 bekam der Heimatverein die Gelegenheit, einen Teil der Scheune auf dem Hof von Heinrich Sundermeier anzumieten, der mit altem Mobiliar aus Frau Sundermeiers Elternhaus ausgestattet wurde. Aus der Bevölkerung flossen Spenden und Leihgaben in großen Mengen. Ein Jahr später übergab Herr Sundermeier auch den Strohboden und einen Teil des alten Stalles. Durch die Balken der Dachkonstruktion wurde es möglich, einzelne Bereiche abzugrenzen und diese spezifisch auszustatten, so dass ein Klassenzimmer, eine Schusterei, eine Schlachterei, ein Frisiersalon, eine Waschküche und eine Tischlerei entstanden. Auch eine Landwirtschaftsecke mit Arbeitsgeräten, Korntrocknungsmessgerät, Windfege, Melkutensilien usw. wurde eingerichtet. Im alten Stallbereich wurde ebenfalls ausgeräumt, umgebaut

und geputzt. Dort wurden die größeren Geräte wie Eggen, Pflüge, Ackerwagen, Heuwender und eine alte Kutsche drapiert. Einmal im Jahr veranstaltete der Heimatverein eine besondere Ausstellung. So waren Kleintierzüchter, Seilwinder, Frauen mit Spinnrädern, Korbflechter, ein Gruselkabinett aus Burg Steinbrück und andere interessante Aussteller zu Gast. Heimatverein Dinklar e. V. Die Heimatstube befindet sich in der alten Grundschule, „An der Kirche 3“. Das Schulgebäude wurde im Jahre 1910 erbaut. Im Erdgeschoss befand sich der Unterrichtsraum für die 1. und 2. Klasse. Der Raum dient heute dem Chor der Sängervereinigung Dinklar als Übungsraum. In allen anderen Räumen, die früher als Wohnung genutzt wurden, errichtete der Heimatverein Dinklar seine Heimatstube. Mit den vielen Gegenständen, die dem Heimatverein übergeben wurden, konnten eine Stube, eine Küche, ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer, ein Waschraum und ein Büro eingerichtet werden. Bäuerliche bzw. landwirtschaftliche Gerätschaften und Werkzeuge von Handwerksbetrieben sind auf dem Dachboden untergebracht. Viele Funde aus der Steinzeit, die in der Dinklarer Feldmark entdeckt wurden, wie z.B. mehrere Steinbeile, Faustkeile und Schabklingen aus Feuerstein, weisen auf eine frühe Besiedlung des Ortes hin. Außerdem wurden bei Bauarbeiten „Auf dem Thie“ gefundene Tonscherben, die auf das 2. bis 3. Jahrhundert nach Christus datiert werden konnten, von einem Fachmann zu einer Schale zusammengefügt. Alle vorhandenen Gegenstände in der Heimatstube wurden mittels einer Software archiviert, mit einer laufenden Nummer versehen und fotografiert. Nach Voranmeldung kann die Heimatstube für Interessierte auch besichtigt werden. Mehr auch auf: www.Heimatverein- Dinklar.de Heimatstube Wendhausen In der Heimatstube Wendhausen sind über Jahrzehnte zahlreiche Exponate aus dem dörflichen Leben liebevoll zusammengetragen worden. Ein besonderes Highlight ist das Dorfschulklassenzimmer, das bei älteren Besuchern Kindheitserinnerungen weckt und Jüngeren zeigt, dass „Schule damals“ ganz anders war, als wir es heute kennen. In der Heimatstube wird auch das Viertel-Stunden-Glas verwahrt, das der damalige Gutspächter Deichmann der Gemeinde 1786 anlässlich der in der Wendhäuser Dorfkirche stattfindenden Hochzeit seiner Nichte Philippine Willich mit dem Agrarreformer Dr. Albrecht Thaer schenkte. Es inspirierte die Gemeindevertreter mehr als anderthalb Jahrhunderte später bei der Gestaltung des heutigen Ortswappens, das eine Sanduhr zeigt. Leben in der Gemeinde Schellerten 11

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